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Astrologie
Astrologie ist ein uraltes Wissen um die Zusammenhänge zwischen unserem Sonnensystem und dem Verhalten der Menschen. Das Wort Astrologie leitet sich aus dem Griechischen ab: "astron" bedeutet der "Stern" und "logos" bezeichnet den "Geist". Die Astrologie untersucht die Positionen von Sonne, Mond und den anderen Planeten zum Zeitpunkt der Geburt und betrachtet die Konstellationen am Himmel aus der Perspektive des Geburtsortes eines Menschen.
Ursprung bereits in der Antike
Zunächst wurden die Sterne nur zur Zeitmessung herangezogen. Erst später entdeckte man, dass auch Zeit eine bestimmte Qualität haben kann. Da der Himmel überall auf der Welt zu sehen ist, wurde die Sternenkunde in vielen unterschiedlichen, alten Kulturen betrieben.
Unsere heutige, traditionelle Astrologie stammte ursprünglich aus Babylon. Von hier verbreitete sie sich über große Teile der damaligen Welt.
Im zweiten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung erreichte sie auch Ägypten. Allerdings verfügten die alten Ägypter zu diesem Zeitpunkt bereits seit mehr als 2000 Jahren nachweislich über eigenes astrologisches Wissen.
Wie in allen Hochkulturen spielte die Beobachtung der Sterne auch hier eine wichtige Rolle und lag deshalb häufig in den Händen privilegierter Schichten, häufig der Priester.
Himmelskundler und Sternforscher
Anhand von Sternkonstellationen wurden z.B. günstige Termine für Saat und Ernte bestimmt. Daraus entwickelte sich ein System von Vorhersagen, welches das Gedeihen von Ackerbau und Vieh, die Gefahr von Dürren und Überschwemmungen und das Wohl des Volkes und des Herrscherhauses betrafen. Selbst noch heute hat der Mondkalender für viele Menschen eine große Bedeutung, was den Besuch von Arzt oder Frisör betrifft.
Sogar für den Ausgang von Schlachten und Kriegen holten sich Feldherren und Könige den Rat von Astrologen ein. Das älteste Individualhoroskop ist datiert aus dem Jahr 409 vor unserer Zeitrechnung.
Ab dem 5. Jahrhundert arbeiteten die Astrologen von Griechenland und Mesopotamien eng zusammen. Aus dieser Zeit stammt auch die noch heute übliche Einteilung des Tierkreises in zwölf gleich große, je 30 Grad umfassende Abschnitte.
Die 12 Tierkreiszeichen
Die 12 Tierkreiszeichen tauchen erstmals auf alten Schrifttafeln auf, die etwa 1200 vor Chr. hergestellt wurden
Diese Sternzeichen werden, weil sie überwiegend Tiernamen haben, auch Tierkreiszeichen genannt. Die Sonne wandert im Verlauf eines Jahres durch 12 Sternbilder:
Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische.
Bis heute sind uns 88 Sternbilder bekannt, obwohl das von Kultur zu Kultur unterschiedlich ist. So haben Chinesen und Indianer die Sterne z.B. zu ganz anderen Bildern zusammengefasst als die westliche Welt.
Die Tierkreiszeichen stehen sozusagen symbolisch für zwölf verschiedene Grundtypen der Persönlichkeit.
Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass alle Menschen, die dasselbe Tierkreiszeichen haben, gleich sind. Zu einem Horoskop gehören noch wesentlich mehr Elemente, als nur die Tierkreiszeichen.
Die individuelle Persönlichkeit wird durch das Zusammenspiel aller dieser Elemente bestimmt, aber Ausgangspunkt und Grundlage sind die zwölf Sternzeichen.
Eng verbunden mit den Tierkreiszeichen sind die jeweiligen Planeten.
Über jedes Tierkreiszeichen herrscht ein Planet, der sogenannte Planetenherrscher. Die Eigenschaften eines Tierkreiszeichens und seines Planetenherrschers stehen miteinander in Beziehung
Der Einfluss der Planeten
Bereits in der Antike wurden den Sternen und Sternfiguren bestimmte Eigenschaften und Kräfte zugesprochen. So steht der Mars z.B. für Aktivität.
Bewegen sich nun Planeten auf ihrer Bahn durch ein Tierkreiszeichen, so beeinflussen diese Planeten mit ihrer Kraft auch die Menschen, die unter einem bestimmten Tierkreiszeichen geboren sind. Zieht also z.B. die Venus durch das Sternbild des Krebses, wird dieser Mensch besonders gefühlvoll und sensibel.
Was ist ein Horoskop ?
Jeder Moment in der Zeit hat an jedem Ort auf der Welt seine ganz spezifische Qualität und jeder Mensch wurde in einem solchen Moment in der Zeit an einem bestimmten Ort geboren
Ein Horoskop ist sozusagen das Abbild des Geburtsmoments eines Menschen am Ort und Zeitpunkt seiner Geburt.
Die Gesamtheit der Elemente, aus denen ein Horoskop besteht, beschreibt die Qualität der Zeit im Moment der Geburt und ist ein Abbild seiner Persönlichkeit.
Ein Horoskop besteht aus dem Tierkreiszeichen, dem Aszendenten, den astrologischen Häusern, den Planetenständen und den Aspekten, die die Planeten miteinander bilden.
Eine Wiederholung der exakt gleichen Gesamtkonstellation kann sich nur, wenn überhaupt, ca. alle 26.000 Jahre ereignen, jedes Horoskop ist daher einmalig.
Die Berechnung des Horoskops ist ein recht komplexer Vorgang, und man benötigt dazu außer dem Datum, der Tageszeit und dem Ort sowohl astronomische Daten als auch geographische Daten.
Durch die Auswertung und Deutung des Horoskops ist es Experten möglich, die Anlagen eines Menschen in Bezug auf Körper, Geist und Seele umfassend zu beurteilen.
Das Horoskop dient auch als psychologisches Hilfsmittel zur Analyse von Persönlichkeit, Charakter, Fähigkeiten und beruflichen Neigungen. Darüber hinaus ist es auch ein Instrument zur Beurteilung der körperlichen und gesundheitlichen Konstitution.
Das Horoskop ist ein hervorragendes Instrument, um die individuelle Problematik eines Menschen rasch und zuverlässig zu diagnostizieren.
Der Aszendent
Neben dem Tierkreiszeichen (der Sonne) und dem Mond, spielt auch der so genannte Aszendent eine wesentliche Rolle.
Er bestimmt das Tierkreiszeichen, das zum Zeitpunkt der Geburt am östlichen Horizont aufging und gibt Auskunft darüber, in welche Richtung sich ein Mensch im Laufe seines Lebens entwickelt. Jeder Mensch besitzt also nicht nur ein Sternzeichen, z.B. Stier oder Widder, sondern auch einen Aszendenten. Das kann ebenfalls jedes der 12 Tierkreiszeichen sein. Dadurch ergeben sich zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten und Charakteristika.
Die Eigenschaften des jeweiligen Aszendenten prägen ab dem Alter von ca. 35 Jahren den Charakter des Menschen stärker als die des Geburtshoroskopes
Der Radix
Das individuelle Horoskop eines Menschen ist um ein Vielfaches genauer und aussagekräftiger als nur sein Tierkreiszeichen.
Der Radix ist eine genau, grafische Darstellung, wie die einzelnen Planeten in welcher Konstellation zum Geburtszeitpunkt eines Menschen am Himmel standen.
Astrologie – anerkannte Wissenschaft und Studiengang an vielen namhaften Universitäten
Ihre große Blüte erreichte die Astrologie bei den alten Griechen. Die Araber, die das Erbe der Antike antraten, entwickelten ab dem 8. Jahrhundert hoch komplizierte Berechnungs- und Deutungssysteme.
Ab dem 12. Jahrhundert gab es Astrologieschulen dann auch in der westlichen Welt, wo an überaus angesehenen Universitäten, wie z.B. in Paris, London oder Oxford Lehrstühle dieser Wissenschaft eingerichtet wurden.
Die Astrologie galt als hoch anerkannte Wissenschaft und wurde von namhaften Forschern wie Galileo Galilei, Tycho Brahe oder Nikolaus Kopernikus praktiziert. Diese sahen in der Sterndeutung keinerlei Widerspruch zu ihren anderen naturwissenschaftlichen Forschungen. Das Horoskop, das Johannes Kepler für den Feldherren Wallenstein während des 30jährigen Krieges erstellte, ging aufgrund seiner Treffsicherheit sogar in die Geschichte ein.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstand eine Wiederbelebung der Astrologie. Dies geschah durch Neugründung von astrologischen Instituten, einer Verfeinerung der Deutungs- und Prognosemethoden und dem Brückenschlag zur Psychologie, vor allem der von C.G. Jung, und zu anderen Wissenschaften.
So ist die Astrologie beispielsweise in Indien nach wie vor eine anerkannte Wissenschaft. Die indische Astrologie – auch vedische Astrologie genannt – verwendet denselben Tierkreis, wie die westliche Astrologie.
Heute können wir eine Wiederauferstehung der Astrologie in allen Bereichen unseres Lebens feststellen. |

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